Familienfreundliche Hochschulen in Deutschland gesucht

Wettbewerb "Familie in der Hochschule" gestartet

Stuttgart – 17. September 2007

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird Familienorientierung und Familienfreundlichkeit für die Hochschulen in Deutschland zu einem immer wichtigeren Argument im Wettbewerb um Studierende und wissenschaftliches Personal. Die Robert Bosch Stiftung, der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in seiner Funktion als Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Länder sowie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) haben daher den Wettbewerb "Familie in der Hochschule" gestartet. Hochschulen in Deutschland sind aufgerufen, Projekte vorzuschlagen, die beispielhafte Praxis für Familie an der Hochschule entwickeln und in die Breite tragen. Für acht Hochschulen, darunter mindestens vier aus den neuen Bundesländern, stehen für zwei Jahre pro Hochschule bis zu 100.000 Euro zur Verfügung.

Anlässlich der Pressekonferenz erklärte Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung: "Wir haben uns entschieden, mit diesem Programm einen Beitrag an einem Ort zu leisten, wo viele junge Menschen über Jahre hinweg zusammen kommen: den Hochschulen. Wir brauchen dort eine motivierende, unterstützende und verständnisvolle Kultur für junge Menschen, die Familien gründen wollen."

Hochschulen sind nicht nur Arbeits- und Ausbildungsstätte, sondern auch Lebensraum und für viele Jahre ein zentraler Ort in der Lebensplanung der Studierenden. Den Hochschulen kommt damit eine besondere Verantwortung zu: Familienfreundlichkeit an der Hochschule ist insbesondere für hoch qualifizierte Menschen und potenzielle Eltern eine wichtige Voraussetzung für ihre Lebensgestaltung. Doch Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler finden bislang bei der Familiengründung wenig Unterstützung und Zuspruch.

Das Programm "Familie in der Hochschule" will Hochschulen ermutigen, als Institution familienfreundlicher zu werden und entsprechende praktische Seite 2 Angebote zu entwickeln. Dabei geht es generell darum, an Hochschulen ein Klima zu schaffen, das die Vereinbarkeit von Studium und Ausbildung und Familiengründung zulässt.

Die ausgewählten acht Hochschulen werden in einem best-practice-club zusammenarbeiten, im Rahmen von regelmäßigen Tagungen, Vorträgen und Praxisbesuchen entsteht so ein nachhaltiger Mehrwert.

Interessierte Hochschulen können sich über die Geschäftsstelle bewerben.

Kontakt

Stephanie Ferdinand
Pressereferentin
Telefon 0711 46084-29
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