SENTA! Schule, Entwicklung, Arbeit

Ein Programm zur Verbesserung des Übergangs von der Schule in das Arbeitsleben.

Arbeitslosigkeit, fehlende Berufsausbildungsperspektiven sowie eine hohe Zahl von Schul- und Ausbildungsabbrechern gefährden die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Insbesondere Schulen der Sekundarstufe I (Haupt-, Real-, Sekundarschulen etc.) sind mit den Herausforderungen im Übergang besonders konfrontiert. Es gibt zahlreiche Schulen, die die Vorbereitung auf das Arbeitsleben zum Kern ihrer pädagogischen Arbeit gemacht und dabei sehr gute Erfahrungen gesammelt haben. Und es gibt eine Vielzahl engagierter Schulen, die sich auf dem Weg dorthin befinden oder sich dorthin aufmachen wollen. Doch wie packt man ein solches Vorhaben konkret an? Wie haben es andere Schulen geschafft? Was sind die Erfolgsmodelle? Auf diese und weitere Fragen erhalten Schulen oftmals keine Antwort. Gute Beispiele anderer sind nicht ausreichend bekannt, und es fehlt an konkreter, praktischer Unterstützung.

Das Förderprogramm SENTA unterstützt Schulen in ihrem Entwicklungsprozess. SENTA leitet sich aus dem Italienischen ab und bedeutet „zuhören, zu Rate ziehen, probieren und erfahren“. All diese Elemente sind auch bei SENTA vereint. Durch das Lernen in Lerngemeinschaften, in denen erfahrene Mentorenschulen und Projektschulen zusammenarbeiten, bietet es Schulen Zeit, Mittel und Unterstützung, um den Übergang in das Arbeitsleben zum Kern der pädagogischen Arbeit zu machen. Die Anschlussorientierung wird zum Zentrum schulischer Arbeit und Berufsvorbereitung zum elementaren Bestandteil der Qualitätsentwicklung an Schulen. Alle Schulen werden auf Grundlage ihrer Bewerbung von einer unabhängigen Jury für die Förderung ausgewählt. Die Förderung umfasst sowohl eine finanzielle als auch eine ideelle Unterstützung. Neben Fördermitteln von bis zu 10.000 € pro Schule bietet SENTA vielzählige Kontakt- und Lernmöglichkeiten. Die Mentorenschulen bieten mit ihren erfolgreichen Übergangskonzepten den Projektschulen Orientierung und Ideen für die eigene Entwicklung. Das Lernen geschieht von- und miteinander und die schulischen Übergangskonzepte können sich so im Verlauf von zwei Schuljahren entscheidend entwickeln. Ein umfangreiches Fortbildungsangebot für alle Schulleiter und Lehrer gibt zusätzliche Impulse. Außerdem sind regelmäßige Vernetzungstreffen und öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen fester Bestandteil der Förderung.

Alle Schulen des Förderprogramms SENTA haben ein gemeinsames Ziel vor Augen: die bestmögliche Vorbereitung der Schüler auf einen erfolgreichen Start in das Arbeitsleben.

Sachsen-Anhalt: Förderung von Sekundar- und Gesamtschulen in den Schuljahren 2010/11 und 2011/12

25 Sekundar- und Gesamtschulen nehmen in Sachsen-Anhalt am Programm SENTA teil. Sie arbeiten in sechs Lerngemeinschaften zwei Schuljahre daran, ihre Übergangskonzepte weiterzuentwickeln.

Baden-Württemberg: Förderung von Haupt- und Realschulen in den Schuljahren 2008/09 und 2009/10 (Pilotphase)

32 Haupt- und Realschulen nahmen in der Pilotphase am Programm SENTA teil. Die acht Lerngemeinschaften aus je einer Mentoren- und drei Projektschulen (= Kleeblätter) sind in der Entwicklung erfolgreicher Übergangskonzepte gemeinsam einen großen Schritt vorangekommen. Viele Schulen haben ihre Übergangskonzepte inzwischen auch auf die Unterstufe erweitert und beginnen, das gesamte Kollegium in die Vorbereitung des Übergangs einzubeziehen. Natürlich können Konzepte niemals vollständig von einer Schule auf die andere übertragen werden. Der Austausch über Konzepte zur Verbesserung der Basiskompetenzen der Schüler, zum Aufbau von Kooperationen und Lernpartnerschaften mit Unternehmen, zur Verbesserung der Elternarbeit  und anderer für den Übergang zentraler Faktoren beförderte jedoch eine zügige und zielgerichtete Schulentwicklung.

SENTA-Fachtagung am 24.09.2010

Kultusministerin Professor Dr. Marion Schick
Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführung Robert Bosch Stiftung
Podiumsdiskussion "Der Übergang in das Arbeitsleben: Herausforderung und Chancen"
Impression vom SENTA-Marktplatz
Evaluation des Programms SENTA

Das Programm wurde von MTO Psychologische Forschung und Beratung, Tübingen im Auftrag der Robert Bosch Stiftung evaluiert. Die Evaluation bestätigt das Förderkonzept des Programms und die positive Entwicklung der geförderten Schulen.

Kontakt in der Stiftung

Maria Trini
Telefon 0711 46084-44
LandderIdeen.gif