Familie in der Hochschule

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird Familienorientierung und Familienfreundlichkeit für die Hochschulen in Deutschland zu einem immer wichtigeren Argument im Wettbewerb um Studierende und wissenschaftliches Personal.

Hochschulen sind aber nicht nur Arbeits- und Ausbildungsstätte, sondern zugleich Lebensraum und für viele Jahre ein Ort, an dem entscheidende Weichen für die Lebensplanung gestellt werden. Damit kommt den Hochschulen, neben ihrer vorrangigen Aufgabe junge Menschen bestmöglich auszubilden, eine besondere Verantwortung zu. Sie können für hoch qualifizierte Menschen und potenzielle Eltern günstige Voraussetzungen auch dafür schaffen, in dieser Lebensphase eine Familie gründen zu können. Studierende und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler finden bislang jedoch bei der Familiengründung noch zu wenig Unterstützung und Zuspruch im Umfeld ihrer Hochschule.

Die Robert Bosch Stiftung, der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder sowie das Centrum für Hochschulentwicklung haben vor diesem Hintergrund gemeinsam das Programm "Familie in der Hochschule" ins Leben gerufen. Über einen Wettbewerb wurden acht Hochschulen (vier davon im Osten Deutschlands) ermittelt, die beispielhafte Praxis für Familie an der Hochschule entwickeln und in die Breite tragen. Dazu ist ein best practice-Club ins Leben gerufen worden, der gleichzeitig konzeptionell und umsetzungsorientiert arbeitet. Jede der geförderten acht Hochschulen wird über zwei Jahre mit einem Betrag von bis zu 100.000 € unterstützt.

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