"Girls’ Campus" stärkt Mädchen in ihren Begabungen

Schülerinnenakademie für Naturwissenschaften und Technik startet
Projekt der Robert Bosch Stiftung und der Robert Bosch GmbH

  • Ziel: Mädchen für technische und wissenschaftliche Themen begeistern
  • 34 Schülerinnen aus Gymnasien des Großraums Stuttgart beteiligt
  • Auftaktveranstaltung in Anwesenheit des baden-württembergischen Kultusministers Helmut Rau am 7. Juli 2007

Stuttgart – 6. Juli 2007

Begeisterung für technische und naturwissenschaftliche Themen bei Frauen wecken, Chancen aufzeigen und Vorbilder schaffen: Das ist das Ziel von "Girls’ Campus" – einem Gemeinschaftsprojekt der Robert Bosch Stiftung und der Robert Bosch GmbH, das am 7. Juli 2007 in Anwesenheit des baden-württembergischen Kultusministers Helmut Rau im Bosch Haus Heidehof startet. Im "Girls’ Campus" fördern Stiftung und Unternehmen insgesamt 34 Schülerinnen aus Gymnasien des Großraums Stuttgart. Dieses Projekt soll dazu beitragen, das Interesse an Technik bei jungen Frauen frühzeitig zu wecken. "Der Frauenanteil unter den Hochschulabsolventen in den Ingenieur- und Technikwissenschaften ist in Deutschland beschämend niedrig", sagt Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. "Deutschland braucht diese Talente. Wir wollen deshalb Mädchen Selbstvertrauen vermitteln und Mut machen für das Abenteuer Technik." Und Dr. Wolfgang Malchow, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, betont weiter: "Wir würden bei Bosch gerne mehr Ingenieurinnen einstellen. Trotz technischer Begabung entscheiden sich leider immer noch viele Menschen – insbesondere aber Frauen – viel zu selten für technische und naturwissenschaftliche Studienrichtungen. Hier wollen wir ansetzen und mehr junge Frauen für diese Berufe gewinnen." Gerade wegen des sich abzeichnenden demographischen Wandels und des damit einhergehenden Rückgangs an Schüler- und Studentenzahlen dürfe man auf kein Talent verzichten, sind beide Geschäftsführer überzeugt.

"Girls’ Campus" richtet sich an Schülerinnen zwischen 13 und 15 Jahren aus den Klassenstufen 8 bis 10. Neben der Auftaktveranstaltung sind vier weitere Wochenendseminare geplant. Auf dem Seminarprogramm stehen Themen rund um Naturwissenschaften und Technik, beispielsweise die Roboterforschung, Astronomie oder Solartechnologie. Die Teilnehmerinnen experimentieren selbst, forschen und stärken bei Präsentationsübungen ihr Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dabei werden sie von erfolgreichen Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen sowie qualifizierten Trainern unterstützt.

Bewerben konnten sich pro Gymnasium jeweils bis zu zwei begabte Mädchen, die sich insbesondere für Mathematik und Naturwissenschaften interessieren. Die Auswahlkriterien waren unter anderem der Notenschnitt der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer, das Bewerbungsschreiben der Mädchen, die Beurteilung der Klassenlehrkraft und die außerschulischen Interessen. Eine Vorauswahl trafen die Klassenlehrkräfte der entsprechenden Jahrgangsstufen. Von rund 100 angeschriebenen Schulen haben etwa 35 geantwortet. Das Interesse der Mädchen war groß: Insgesamt gingen 70 Bewerbungen ein.

Frühzeitig Nachwuchs fördern
Die Robert Bosch Stiftung und die Robert Bosch GmbH setzen sich darüber hinaus jeweils eigenständig unter anderem für die Nachwuchsförderung von Ingenieuren ein. So hat die Stiftung mit "NaT-Working" eines der größten deutschen Nachwuchsförderprogramme initiiert und vernetzt Schüler, Lehrer und Wissenschaftler in Naturwissenschaften und Technik. Das Unternehmen hat beispielsweise zahlreiche Kooperationen mit Kindergärten und Schulen gestartet – sowohl als Mitglied der Wissensfabrik als auch im Rahmen von Initiativen zahlreicher Bosch-Standorte. Seit 22 Jahren fördert Bosch auch den Landeswettbewerb für Nachwuchsforscher "Jugend forscht" in Baden-Württemberg.

Hinweis an die Redaktionen:
Das vollständige Programm ist angehängt. Ebenso eine Liste der beteiligten Gymnasien. Gerne stellen wir den Kontakt zu den Teilnehmerinnen her. Weitere Informationen unter www.bosch-stiftung.de/girlscampus.
Bildmaterial der Auftaktveranstaltung können Sie am 9. Juli 2007 ab 11 Uhr im Bosch-Presseforum unter www.bosch-presse.de herunterladen.

Robert Bosch Stiftung
Die Robert Bosch Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Sie wurde 1964 gegründet und setzt die gemeinnützigen Bestrebungen des Firmengründers und Stifters Robert Bosch (1861-1942) fort. Die Stiftung beschäftigt sich vorrangig mit den Themenfeldern Völkerverständigung, Bildung und Gesundheit, darüber hinaus befasst sie sich auch mit Fragestellungen der Wissenschaft.

Bosch-Gruppe
Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten rund 260 000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von 43,7 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 300 Tochter- und Regionalgesellschaften in über 50 Ländern. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Bosch gibt mehr als drei Milliarden Euro pro Jahr für Forschung und Entwicklung aus und meldete für 2006 über 3 000 Patente weltweit an. Das Unternehmen wurde 1886 als "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik" von Robert Bosch (1861-1942) in Stuttgart gegründet.

Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen, langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte sind mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG. Sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

ANLAGE I


Überblick Wochenendseminare

1.)
Samstag, 15. September 2007 "Akustik-Forschung bei Bosch"
Forschungszentrum Robert Bosch GmbH 
Vorstellen des Forschungszentrums, Erfahrungsbericht einer Forscherin, Experimentalvortrag zur Akustik:
"Warum Thomas Edison in die Tischplatte biss"
Experimentalzirkel mit vier Stationen (Hören wie Schwerhörige, Hören mit den Ohren der anderen, Ich seh etwas, was du nicht hörst, Hören mit Laserstrahlen)

Sonntag, 16. September 2007 "Wie ich wirke und überzeuge"
Trainingseinheit 1: Wie ich wirke und überzeuge – selbstbewusst auftreten, Körpersprache einsetzen (Dr. Natascha Rosellen, Diplom-Psychologin, Trainerin, Beraterin, Coach, systemische Familientherapeutin)
Trainingseinheit 2: GFS im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich
(Elisabeth Frank, Studiendirektorin, Mathematik, Physik, Astronomie)

2.)
Samstag, 24. November 2007 "Technik in der Hochschule Esslingen"
Info über die Hochschule Esslingen am Standort Göppingen
Gruppenarbeit 1. Harry Potter und die Automatisierungstechnik;
2. CAD
Gesprächsmöglichkeit mit Studentinnen

Sonntag, 25. November 2007 "Was mache ich aus meinen Talenten?"
Trainingseinheit 1: Berufs- und Lebensplanung für Mädchen – was mache ich aus meinen Talenten? (Dr. Natascha Rosellen, Diplom-Psychologin, Trainerin, Beraterin, Coach, systemische Familientherapeutin)
Trainingseinheit 2: Physikalische Grundlagen für Roboter-Event und Solar-Wochenende (Elisabeth Frank, Studiendirektorin, Mathematik, Physik, Astronomie)

3.)
Samstag, 16. Februar 2008 "Roboter-Event"
Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung Stuttgart Vaihingen

Roboterforschung, RoboMotion, RoboVision, Programmieren mit Logo
(Susanne Oberer, Rebecca Hollmann, Matthias Vollmer)

Sonntag, 17. Februar 2008
Stiftsgymnasium Sindelfingen
Bauen und Programmieren von Robotern (MindStorms)


4.)
Freitag, 25. April 2008 "Auf Sonnenkurs in Schwäbisch Hall"

  • Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen
    Standort Comburg (Nicole Betz)
  • Firma Würth Solar (Katharina Turba)
  • Kunstmuseum mit Engagement der Firma Würth in der Kunstszene und im sozialen Bereich.
  • Lange Nacht der Sterne auf der Burg (Elisabeth Frank)

Samstag, 26. April 2008
Burg Comburg
Vormittag: Experimente zur Solartechnik (Elisabeth Frank und Thea Wolf)
Nachmittag: Stadtführung Schwäbisch Hall
 
ANLAGE II

Die Teilnehmerinnen sind Schülerinnen der folgenden Gymnasien:

Lise Meitner Gymnasium, Böblingen
Georgii Gymnasium, Esslingen
Eduard Spranger Gymnasium, Filderstadt
Schickhardt Gymnasium, Herrenberg
Ernst Sigle Gymnasium, Kornwestheim
Immanuel Kant Gymnasium, Leinfelden
Schiller Gymnasium,  Marbach
Burg-Gymnasium, Schorndorf
Pfarrwiesen Gymnasium, Sindelfingen
Hegel Gymnasium, Stuttgart
Hölderlin Gymnasium, Stuttgart
Königin-Katharina Gymnasium, Stuttgart
Leibniz Gymnasium, Stuttgart
Schickhardt Gymnasium, Stuttgart
St. Agnes Gymnasium, Stuttgart
Wildermuth Gymnasium, Tübingen
Salier Gymnasium, Waiblingen
Lessing Gymnasium, Winnenden
Georg Büchner Gymnasium, Winnenden

Kontakt

Stephanie Ferdinand
Pressereferentin
Telefon 0711 46084-29
Telefax 0711 46084-96
Bilder von der Auftaktveranstaltung zu "Girls' Campus" am 7. Juli 2007
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Wolfgang Malchow
Geschäftsführer Personal- und Sozialwesen Bosch GmbH
Quelle: Robert Bosch Stiftung
Fotograf: Björn Hänssler
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Quelle: Robert Bosch Stiftung
Fotograf: Björn Hänssler
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Elisabeth Frank
Studiendirektorin
Quelle: Robert Bosch Stiftung
Fotograf: Björn Hänssler
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Dr. Ingrid Hamm
Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung
Quelle: Robert Bosch Stiftung
Fotograf: Björn Hänssler
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Quelle: Robert Bosch Stiftung
Fotograf: Björn Hänssler
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Quelle: Robert Bosch Stiftung
Fotograf: Björn Hänssler
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Helmut Rau
Minister für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg
Quelle: Robert Bosch Stiftung
Fotograf: Björn Hänssler
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Quelle: Robert Bosch Stiftung
Fotograf: Björn Hänssler
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Quelle: Robert Bosch Stiftung
Fotograf: Björn Hänssler