Unternehmen Familie –
Innovationen durch familienunterstützende Dienstleistungen

Familien schaffen Arbeitsplätze
Um auf Dauer ihre Innovationskraft zu erhalten, braucht die Gesellschaft junge Menschen, die ihre Arbeitskraft einsetzen, die aber gleichzeitig bereit sind, eine Familie zu gründen und Kinder zu erziehen. Ein vielfältiges Angebot von Dienstleistungen für Familien trägt entscheidend dazu bei, Berufstätigkeit und familiäre Aufgaben zu vereinbaren. Hier eröffnet sich ein Marktsegment von beträchtlichem Wachstumspotenzial, das es zu fördern und zu nutzen gilt.

Mit diesem Ziel hat die Robert Bosch Stiftung im Juli 2007 das Programm "Unternehmen Familie – Innovationen durch familienunterstützende Dienstleistungen" ins Leben gerufen. Schirmherrin ist Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Gefördert werden innovative Geschäftsmodelle für familienunterstützende Dienstleistungen auf kommunaler Ebene. Sie sollen es Eltern erleichtern, ihrer Berufstätigkeit nachzugehen, indem sie von Aufgaben um Haus und Familie entlastet werden. Private Haushalte sollen als Arbeitgeber und Marktteilnehmer aktiviert werden und neue Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor schaffen, indem häusliche Tätigkeiten wie Haushalt, Kinderbetreuung oder die Betreuung Pflegebedürftige, die viel Zeit beanspruchen, in den Markt verlagert werden.

"Unternehmen Familie – Innovationen durch familienunterstützende Dienstleistungen" ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Europäischen Union / Europäischer Sozialfonds. Es ist mit einem Volumen von 1,8 Mio. Euro ausgestattet und fördert zwölf Projekte.

Mit der Umsetzung und Koordination des Programms wurde die IFOK GmbH beauftragt.

Erkenntnisse und Neuigkeiten

Ein Jahr nach der Prämierung: Förderprojekte nehmen Fahrt auf
Gut ein Jahr ist vergangen, seitdem Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung mit Bundesfamilienministerin und Programmschirmherrin Ursula von der Leyen die 12 Förderprojekte prämiert haben. Seither hat sich vieles getan: Die Projekte haben ihre Arbeit aufgenommen und sind dabei, sich ihren Markt zu erschließen. Viele von ihnen bieten bereits erfolgreich Familiendienstleistungen an. 
Die Erschließung des Marktes für Familiendienstleistungen ist mit einer Reihe unterschiedlicher Herausforderungen verbunden - angefangen von Fragen der Preisgestaltung und Kundenakuise über Management- und Controllingthemen bis hin zu arbeits- und steuerrechtlichen Fragestellungen. Die kontinuierliche fachliche Beratung, der systematische Erfahrungsaustausch und die wissenschaftliche Begleitung bilden daher einen zentralen Bestandteil des Programms "Unternehmen Familie". Neben Seminaren, Workshops und anderen Austauschforen können die Förderprojekte auf Senior Experten und Business-Audits zurückgreifen, um sich zu den verschiedenen Fragen professionell beraten zu lassen.

Prämierung der zwölf Förderprojekte des Wettbewerbs „Unternehmen Familie“ mit Ministerin von der Leyen

Am Dienstag, den 8. April 2008, wurden die zwölf Förderprojekte des Wettbewerbs „Unternehmen Familie – Innovationen durch familienunterstützende Dienstleistungen“ in der Bundespressekonferenz in Berlin bekannt gegeben. Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung eröffnete gemeinsam mit  Bundesfamilienministerin und Programmschirmherrin Ursula von der Leyen die Prämierungsfeier. Beide zeigten sich beeindruckt von den innovativen Ansätzen und zukunftsweisenden Ideen der Preisträger. „Die zwölf Gewinner zeigen eindrucksvoll, wie passgenaue und professionelle Angebote aussehen“, so von der Leyen.
Die zwölf prämierten Ideen haben sich im Wettbewerb gegen 422 Mitbewerber aus dem gesamten Bundesgebiet durchgesetzt. Sie werden nun über drei Jahre mit je bis zu 150.000 Euro gefördert.

Broschüre der innovativsten Ideen

Die Broschüre "36 gute Ideen" stellt die 24 nominierten und 12 prämierten Projekte des Programms "Unternehmen Familie" vor. Die Geschäftsmodelle decken ein breites thematisches Spektrum familienunterstützender Dienstleistungen ab: Vermittlungsangebote für Kinderbetreuung und Haushaltskräften, Betreuungsangebote für Kinder und Pflegebedürftige oder Gutscheinmodelle zum Austausch von Dienstleistungen.