Stuttgart – 15. Juni 2007
Das zivilgesellschaftliche Engagement zwischen Deutschland und Russland dauerhaft stärken, das ist das Ziel des mit 25.000 Euro dotierten Preises der Robert Bosch Stiftung für deutsch-russisches Bürgerengagement. 150 deutsch-russische Projektinitiativen haben sich auf die Ausschreibung 2007 beworben. Der Hauptpreis geht an die Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung Essen e.V. und ihren Partner in Nowgorod. Weitere Preisträger kommen aus Köln, Berlin und Dresden. Zum fünften Mal wird der Preis heute in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Russischen Forum in Hamburg verliehen. Bundespräsident Horst Köhler unterstreicht mit der Übernahme der Schirmherrschaft die politische Bedeutung der bürgerschaftlichen Bemühungen.
"Städtepartnerschaften, Vereine und regionale Partnerschaften stärken seit Jahrzehnten die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland. Sie gehen mit kreativen Ideen neue Wege. Getragen werden diese Initiativen meist durch privates und ehrenamtliches Engagement", so Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. "Mit unserem Preis wollen wir die Ergebnisse dieser Arbeit stärken und in der Öffentlichkeit würdigen."
Der 1. Preis 2007 (7500 Euro) geht an die Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung Essen e.V. und das Gebietskrankenhaus Nischnij Nowgorod für ihr Projekt "Zivildienstleistende treffen Duma-Abgeordnete": Den Projektpartnern ist es gelungen, durch eine Studienreise nach Deutschland Abgeordnete des Regionalparlaments Nischnij Nowgorod für das Thema "Zivildienst" zu sensibilisieren und die russische Gesetzgebung für Wehrdienstverweigerer positiv zu beeinflussen. Heute leisten russische Wehrdienstverweigerer einen alternativen Zivildienst am Gebietskrankenhaus Nishnij Nowgorod, Seite an Seite mit jungen Deutschen.
Mit dem 2. Preis (5000 Euro) werden der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Wolgograd e.V. und die Gesellschaftliche Vereinigung "Guter Nachbar" in Wolgograd für den Aufbau von Seniorenclubs in Wolgograder Stadtbezirken ausgezeichnet. Den 3. Preis (2500 Euro) erhält das "Kino Krokodil" in Berlin für seine vorbildliche Kulturarbeit.
Erstmalig wurden zusätzlich zwei Junge Preise (je 5000 Euro) an Personen unter 30 Jahre vergeben, um bei jungen Menschen für die Partnerschaftsarbeit zu werben: Andreas Wendler, Alexej Moskaljuk und Adam Tomczak erhielten einen Jungen Preis für die Initiierung deutsch-polnisch-russischer Jugendbegegnungen unter dem Motto "Europa in Bewegung" (Dresden). Wasilij Geist und Vadim Babeschkin aus Berlin wurden für ihr Internet-Portal "Remigrant" ausgezeichnet.
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