Stipendienprogramm für Nachwuchsführungskräfte aus Mitteleuropa hat neuen Namen: Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg

Stuttgart – 24. Mai 2007

Das im Jahr 2001 gegründete Stipendienprogramm für Nachwuchsführungskräfte aus Mitteleuropa der Robert Bosch Stiftung trägt künftig den Namen "Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg". Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, dankt bei dem Festakt zur Namensgebung der Familie für deren Unterstützung: "Es ist für die Stiftung wie für die Stipendiaten eine Auszeichnung und Ehre, das Programm unter dem Namen Goerdeler weiter zu gestalten, und wird hoffentlich auch den Namenspatron in weiteren Kreisen unserer nachwachsenden Führungskräfte in seiner historischen Bedeutung bekannt machen."

Das Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg fördert zukünftige Führungskräfte aus Polen, Tschechien, Ungarn, der Slowakei und ab 2008 auch Rumänien und Bulgarien, die als mitarbeitende Kollegen die Arbeit in der deutschen öffentlichen Verwaltung kennen lernen und anschließend in ihren Ländern gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen wollen. Den Absolventen kommt die Aufgabe zu, die europäischen Standards in ihren Ländern weiter umzusetzen, am Aufbau neuer Institutionen mitzuwirken und die Integration zu vertiefen.

"Bosch und Goerdeler sind trotz aller persönlichen Unterschiede eine Verbindung eingegangen, die über die Ablehnung des Nationalsozialismus hinausging. Sie hatten gemeinsame Grundüberzeugungen, die auch ihr Rechts- und Gerechtigkeitsempfinden entscheidend prägten", erläutert Ingrid Hamm die Verbindung zwischen dem Stifter Robert Bosch und dem Namenspatron des Stipendienprogramms. "In dem Handeln Carl Friedrich Goerdelers und seiner Mitstreiter ging es um diese Fragen des Gewissens, um Reflektion, und um den Sinn des Widerstandes gegen das Böse und den Sinn dessen, was danach für das Zusammenleben der Menschen kommen sollte. Dieses Handeln muss auch heute noch Vorbild für uns und für die sein, die politisch Verantwortung tragen. Und genau das ist einer der Gründe, weshalb unser Stipendienprogramm für Verwaltungskräfte aus Mitteleuropa nach Carl Friedrich Goerdeler benannt wird."

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