Programme bündeln: Eröffnung des Zentrums für Mittel- und Osteuropa der Robert Bosch Stiftung bei der DGAP in Berlin

Stuttgart/Berlin – 15. Mai 2007

Anlässlich der Eröffnung des "Zentrums für Mittel- und Osteuropa der Robert Bosch Stiftung" bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin erklärt Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, heute Abend (19 Uhr):

"Die Staaten Mittel- und Osteuropas sind das Herz Europas. Es gehört zu den großen historischen Erfolgsgeschichten, dass heute trotz dieser schwierigen Hypotheken des 20. Jahrhunderts Europa wieder vereint und auf dem Wege ist, sich als Gemeinschaft zu verstehen und gemeinsam im Interesse aller zu handeln. Die europäische Ostpolitik ist auf die Erfahrungen und Beziehungen der früheren Ostblockstaaten, die heute EU-Mitglieder sind, zwingend angewiesen. Doch auch die neuen Mitglieder stehen vor großen Herausforderungen, bei denen sie unsere Unterstützung benötigen. Die politische Entwicklung in einigen dieser Länder kann oftmals noch nicht mit der ökonomischen Entwicklung Schritt halten. Fähigen Eliten und der Erschließung und Verknüpfung politischer, wissenschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Netzwerke zwischen Deutschland und seinen östlichen Nachbarländern kommt daher große Bedeutung zu.

All diese genannten Aufgaben und neuen Herausforderungen waren und sind nicht alleine durch staatliche Maßnahmen zu meistern. Dies war sehr früh auch unserem Stifter Robert Bosch bewusst. Er verstand Völkerversöhnung und internationale Zusammenarbeit als vordingliche Aufgabe, um aus dem Kreislauf kriegerischer Gewalt auszubrechen. Nach den gewaltigen Umbrüchen 1989 und 1990 hat die Robert Bosch Stiftung länderüber-greifende Programme in den Ländern Mittel- und Osteuropas entwickelt.

Eine gemeinsame Sprache und ein gegenseitiges kulturelles Verständnis waren und sind dabei die Grundlage, von der aus alle weiteren Ziele verfolgt werden: Meinungsfreiheit und freie Medien, Professionalisierung des Journalismus, Stärkung der Zivilgesellschaft und Reformen des öffentlichen Verwaltung. Wir investieren dabei konsequent in Menschen, Begegnungen und Dialog. Seit mehr als 25 Jahren war und ist die DGAP hierbei ein verlässlicher Kooperationspartner.

Die Vielzahl der Programme für Mittel- und Osteuropa, die in diesem Sinn gemeinsam mit der DGAP realisiert werden, bewegten die Stiftung dazu, das Zentrum für Mittel- und Osteuropa der Robert Bosch Stiftung bei der DGAP einzurichten. Das Zentrum soll die dort angesiedelten Programme und Projekte der Stiftung – u.a. das Diplomatenkolleg und die Seminarleitung des Stipendienprogramms für Nachwuchsführungskräfte aus Mitteleuropa – zusammenführen und koordinieren.

Unser gemeines Ziel ist, effizient zukünftige Führungskräfte aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft miteinander zu vernetzen und an die beiden Institutionen und ihre jeweiligen Netzwerke heranzuführen."

Kontakt

Stephanie Ferdinand
Pressereferentin
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