Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg

für Nachwuchsführungskräfte aus Mitteleuropa

Das Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg ist ein internationales Weiterbildungsprogramm für Nachwuchsführungskräfte aus dem öffentlichen Sektor (öffentliche Verwaltung, öffentliche Unternehmen, gemeinnützige Organisationen, etc.) aus Bulgarien, Polen, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Durch einen Stipendienaufenthalt in Deutschland erhalten die Kollegiaten die Möglichkeit, sich mit dem Leben und Arbeiten in Deutschland intensiv vertraut zu machen, nachhaltige Kontakte zu knüpfen, berufsqualifizierende Erfahrungen zu sammeln und ihre eigenen beruflichen Schwerpunkte einzubringen. Sie tragen damit zur Zusammenarbeit gesellschaftsrelevanter Institutionen und zum europäischen Integrationsprozess bei. Der Aufenthalt wird durch Seminarphasen und Fortbildungen begleitet.

Teilnahmevoraussetzungen waren:
  • bulgarische, polnische, rumänische, slowakische, tschechische oder ungarische Staatsangehörigkeit
  • herausragender Hochschul- oder Universitätsabschluss
  • erste Berufserfahrung im öffentlichen Sektor
  • gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein und Engagement
  • Motivation und Ziele für einen Deutschlandaufenthalt
  • Führungseigenschaften
  • sehr gute deutsche Sprachkenntnisse

Das Kollegjahr 2010/2011
Das Programmjahr beginnt am 1. September 2010 und endet am 31. Mai 2011. Es steht unter dem Leitgedanken "Europa erleben - Nachbarschaft gestalten". Das Kollegjahr 2010/2011 fördert und verbindet Menschen aus dem öffentlichen Sektor in Mitteleuropa, die bereits in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit oder im Bereich der internationalen Beziehungen tätig sind oder sich auf solche Aufgaben vorbereiten. Das Kolleg vermittelt neue Ansätze und erfolgreiche Praktiken in Deutschland und will so den europäischen Gedanken weiterentwickeln und die Beziehungen innerhalb der EU und zu den östlichen Nachbarn vertiefen.

Carl Friedrich Goerdeler
Der Verwaltungsjurist Carl Friedrich Goerdeler war von 1930 bis 1936 als Oberbürgermeister von Leipzig eines der wenigen großstädtischen Stadtoberhäupter ohne NSDAP-Parteimitgliedschaft. Nach seinem Rücktritt wurde er Verbindungsmann der Firma Bosch zu den Berliner Behörden. Erst diese Anstellung durch Robert Bosch ermöglichte ihm seine Widerstandstätigkeit gegen das NS-Regime. Als Mitbegründer des zivilen Verschwörerkreises gegen das NS-Regime entwarf Goerdeler in seinen Denkschriften verfassungspolitische Neuordnungen sowie Pläne für eine Europäische Union. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurde Goerdeler, der als neuer Reichskanzler vorgesehen war, als „Verräter“ und „politischer Kriegsspion“ am 2. Februar 1945 in Berlin hingerichtet.

Sommerakademie
Thema: "Östliche Partnerschaft und Good Governance", 28. Juni - 18. Juli 2010.

Kontakt in der Stiftung

Markus Lux
Telefon +49 (0) 711 46084-39
Yvonne Jung
Telefon +49 (0) 711 46084-141
Stefanie Palm
Telefon +49 (0) 711 46084-127

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