Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg
Bürgergesellschaft und Good Governance

Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg für Good Governance

für Nachwuchsführungskräfte aus Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau, Russland, der Türkei und der Ukraine
Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg für Good Governance

Das Kolleg qualifiziert die nächste Generation von Führungskräften aus Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau, Russland, der Türkei und der Ukraine im Bereich Good Governance weiter. Es will so verantwortungsvolles Handeln im öffentlichen Sektor (Verwaltung und gemeinnützige Organisationen) und in der Wirtschaft stärken.

Durch das Kolleg vertiefen künftige Entscheider ihr Wissen über politische Zusammenhänge und internationale Zusammenarbeit. Sie treffen auf Experten aus Gesellschaft, Politik und Verwaltung in Deutschland und der EU und werden in Seminaren weitergebildet. Durch die Begegnung wird ein wechselseitiger Erfahrungsaustausch in einem gemeinsamen Europa ermöglicht.

Unterstützt werden sie dabei durch den Kollegdirektor Prof. Günter Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission a.D., der die Teilnehmer durch das Kolleg begleitet.

Das Kolleg ermöglicht den Teilnehmern, ein eigenes Projekt in ihren Arbeitsbereichen zum Schwerpunkt Good Governance zu entwickeln und umzusetzen, das für ihre Heimatinstitution von Nutzen ist. Bei der Bewerbung wird eine Projektskizze eingereicht. Während des Kollegs konkretisieren die Teilnehmer das Projekt und werden dabei von einem Projektcoach begleitet. 

Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, an einzelnen Tagen in Institutionen in Berlin und Umgebung, die ihrem Arbeitsgebiet entsprechen, zu hospitieren. Im Anschluss setzen die Teilnehmer das Projekt selbständig in ihren Heimatländern um. Zu Beginn des nächsten Kollegs kommen die Teilnehmer wieder in Berlin zusammen und präsentieren ihre Projektergebnisse.

Das Kolleg wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) durchgeführt.

Die Seminarsprache ist Deutsch.
Carl Friedrich Goerdeler

Der Verwaltungsjurist Carl Friedrich Goerdeler war von 1930 bis 1936 als Oberbürgermeister von Leipzig eines der wenigen großstädtischen Stadtoberhäupter in Deutschland ohne NSDAP-Parteimitgliedschaft.

Nach seinem Rücktritt wurde er Verbindungsmann der Firma Bosch zu den Berliner Behörden. Erst diese Anstellung durch Robert Bosch ermöglichte ihm seine Widerstandstätigkeit gegen das NS-Regime.

Als Mitbegründer des zivilen Widerstandskreises gegen das NS-Regime entwarf Goerdeler in seinen Denkschriften verfassungspolitische Neuordnungen sowie Pläne für eine Europäische Union.

Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurde Goerdeler, der als neuer Reichskanzler vorgesehen war, als "Verräter" und "politischer Kriegsspion" am 2. Februar 1945 in Berlin hingerichtet.

Ansprechpartner

Anna Quirin
Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP)
Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien
Rauchstraße 17/18
10787 Berlin
Telefon +49 (0)30 254231-47

Kontakt in der Stiftung

Yvonne Jung
Telefon +49 (0)711 46084-141