Meeresforschungsprojekt HIGHSEA aus Bremerhaven gewinnt NaT-Working Preis 2006

Meeresforschungsprojekt HIGHSEA aus Bremerhaven gewinnt NaT-Working Preis 2006 – Ministerpräsident Günther H. Oettinger zeichnete Gewinner aus: „Großartiger Beitrag zum Forschungsnachwuchs in Deutschland“ – Preise für insgesamt 90.000 Euro verliehen – größtes deutsches Schul- und Hochschulnetzwerk wird fünf Jahre alt.

Stuttgart – 28. September 2006 – HIGHSEA ist der Gewinner des erstmalig verliehenen bundesweiten NaT-Working Preis 2006. HIGHSEA – ein Kooperationsprojekt von drei Bremerhavener Schulen mit gymnasialer Oberstufe, der Schulbehörde und des weltbekannten Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) – erhielt heute den mit 50.000 Euro Preisgeld dotierten Preis. Mit dem NaT-Working Preis der Robert Bosch Stiftung werden exzellente Kooperationsprojekte zwischen Forschungseinrichtungen und Schulen in Deutschland ausgezeichnet. Platz zwei (30.000 Euro) ging an NaTLab in Berlin, das von der Freien Universität Berlin koordiniert wird und sich vor allem mit Forschungsgebieten der Biologie und Chemie befasst. Das Schülerforschungszentrum Südwürttemberg (SFZ) aus Bad Saulgau wurde von der Jury mit Platz drei ausgezeichnet und erhielt 10.000 Euro.

Die erste NaT-Working Preisverleihung stand ganz im Zeichen von Jules Verne. Jules Verne – genialer Erfinder, Literat und Zeitreisender – verkörpert wie kaum eine anderer die Brücke zwischen Literatur und Wissenschaft. In Kooperation mit dem Alten Schauspielhaus Stuttgart und dem Intendanten Carl Philip von Maldeghem, wurde die Verleihung des NaT-Working Preises 2006 als Theaterstück inszeniert: Nach der Landung mit einem Heißluftballon im Garten des Robert-Bosch-Hauses eröffnete Jules Verne den offiziellen Festakt mit einem Plädoyer für Fantasie, Poesie und Kreativität als wesentliche Motoren großer wissenschaftlicher Entdeckungen.

Ministerpräsident Günther H. Oettinger, der zunächst in einem Nachbau des U-Boots aus dem „Shark-Project“ interviewt wurde, hob die Spitzenstellung des Landes im Bereich Forschung und Technologie hervor und lobte die vielen guten Kooperationsprojekte zwischen Schulen und Hochschulen. Bei der Preisübergabe sagte der Ministerpräsident, dass Programme wie NaTWorking dazu beitragen, dringend notwendigen wissenschaftlichen Nachwuchs hervorzubringen. „Wir müssen noch mehr tun, damit wir den Forschungsstandort Deutschland sichern können. Hier haben wir tolle Beispiele, wie es gehen kann“, sagte Oettinger vor 250 Gästen.

Um den NaT-Working Preis hatten sich bundesweit 143 Projekte beworben, von den 51 in die engere Auswahl und elf als nominierte nach Stuttgart eingeladen wurden. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung sagte: „Wer fördert, der darf auch anerkennen“. Seit dem Jahr 2000 hat die Robert Bosch Stiftung rund 120 mehrjährige Kooperationsprojekte in fast allen naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen und in allen Bundesländern in die Förderung aufgenommen und rund sieben Millionen Euro investiert. „Damit“, so Hamm „ist NaT-Working nach fünf Jahren das größte Projekt seiner Art in Deutschland.“ Dass NaT-Working funktioniere beweise die Evaluierung von Professor Prenzel, dem Leiter der PISA-Studien in Deutschland. Er habe festgestellt, dass „NaT-Working beispielhaft demonstriere, wie in der Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen und Schulen Interesse für Naturwissenschaften und Technik angeregt würde.“ Über 150 Schüler, Lehrer und Hochschullehrer sind für zwei Tage in Stuttgart um im Rahmen des Projekts „Nat-Working“ aktuelle Forschungsvorhaben zu diskutieren. Auch werden am 5. Geburtstag des Programms Verbesserungen und Standards für die künftige Zusammenarbeit in der „Public Understanding of Science Bewegung“ debattiert.

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NaT-Working Preisverleihung, Theaterstück, Jules Vernes landet mit einem Heißluftballon im Garten des Robert-Bosch-Hauses
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1. Preis, HIGHSEA (Bremerhaven): von links nach rechts: Dr. Ingrid Hamm (Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung), Dr. Susanne Gatti, Thorbjörn Striecker, Arne Hendel, jana Schnieders, Kerstin von Engeln, Ministerpräsident Günther H. Oettinger,  Andreas Klaue (alias Jules Vernes, Altes Schauspielhaus, Moderator)
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2. Preis, NaT-Lab: von links nach rechts: Dr. Ingrid Hamm (Geschäftsführerin der Robert Bosch GmbH), PD Dr. Petra Skiebe-Corrette (Koordinatorin Freie Universität Berlin), Ministerpräsident Günther H. Oettinger
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3. Preis, Schülerforschungszentrum Südwürttemberg (SFZ): von links nach rechts: StD Rudolf Lehn (Koordination,  Trägerverein Schülerforschungszentrum Südwürttemberg e. V., Bad Saulgau), Ministerpräsident Günther H. Oettinger