Mit langem Atem nachhaltig verändern
Robert Bosch Stiftung gibt Ausblick in Stiftungsarbeit 2007

Stuttgart – 17. April 2007 

Mit einer Gesamtförderung von 54,6 Millionen Euro im Jahr 2006 bleibt die Fördersumme der Robert Bosch Stiftung konstant. Der größte Teil, rund
20 Millionen Euro, fließt in Programme der Völkerverständigung.
Die Geschäftsführung der Stiftung erklärt beim Jahrespressegespräch in Stuttgart: "Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen bleiben bestehen. Wir als Stiftung werden weiterhin mit neuen Ansätzen und Instrumenten unsere Ziele verfolgen."

"Viele Politiker behaupten, ein Dialog mit den Bürgern sei in Europa nicht möglich. Wir wollen das Gegenteil beweisen", erläuterte Dieter Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung mit Blick auf die von der Stiftung geförderte Bürgerkonferenz in Berlin. Die Robert Bosch Stiftung will in einem neuen Schwerpunkt "Europa stärken" Zeichen setzen und auf verschiedenen Ebenen den europäischen Dialog fördern und die Bürger am europäischen Prozess aktiv beteiligen. Eine neue Linie verfolgt die Stiftung mit dem Angebot von hochkarätigen Vermittlungsforen, wie dem "Gesprächforum Deutschland und Polen in Europa". Die Reihe bildet einen wichtigen Meilenstein des über Jahrzehnte von der Robert Bosch Stiftung gestalteten Dialogs zwischen beiden Ländern. Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung: "Gerade wenn sich Differenzen abzeichnen, muss eine Plattform geschaffen werden, die konstruktive Diskussion erlaubt und das Verbindende pflegt."

Auf der Suche nach der besten Schule in Deutschland hat die Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit ihren Partnern im Dezember 2006 den Deutschen Schulpreis erstmalig verliehen. Vertreter aller Preisträgerschulen sind seither Mitglieder der Akademie des Deutschen Schulpreises. Die Akademie ist Transferort und Denkwerkstatt zugleich. Im Netzwerk der Besten werden vorbildliche Standards entwickelt und anderen Schulen zur Verfügung gestellt. Die Robert Bosch Stiftung will mit der Akademie des Deutschen Schulpreises einen weiteren Meilenstein zur Bildungsreform setzen.

Dass Jugendliche immer weniger Interesse an Politik, Gesellschaft und Kultur zeigen, hat die Robert Bosch Stiftung dazu bewegt, Kabarettwerkstätten für Jugendliche in Ostdeutschland zu initiieren. Kabarettwerkstätten sind ein neues Instrumentarium, um Jugendliche einerseits für Politik zu interessieren und andererseits ein pfiffiger Weg zur Entdeckung von Kultur. Nach einem Modellprojekt am Renitenztheater Stuttgart will die Stiftung nun in Zusammenarbeit mit den Landeszentralen für politische Bildung und den Kultusministerien an vier Bühnen in Magdeburg, Potsdam, Schwedt und Rostock jeweils ca. 30 Schüler über einen Zeitraum von 16 Wochen anstecken, an gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen teilzuhaben.

Dr. Heiner Gutberlet wird am 30. September 2007 nach sieben Jahren aus Altersgründen aus dem Kuratorium der Robert Bosch Stiftung ausscheiden. Sein Nachfolger als Vorsitzender des Kuratoriums wird am 1. Oktober 2007 Dr. Kurt Liedtke. Liedtke war bis zum 31. Dezember 2005 Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und gehört seit 1. Juli 2006 dem Kuratorium der Stiftung an.

Die Robert Bosch Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Ihr gehören 92 Prozent des Stammkapitals der Robert Bosch GmbH. Sie wurde 1964 gegründet und setzt die gemeinnützigen Bestrebungen des Firmengründers und Stifters Robert Bosch (1861-1942) fort.

Die Stiftung konzentriert sich in ihrer Arbeit auf die Bereiche Wissenschaft, Gesundheit, Völkerverständigung, Bildung, Gesellschaft und Kultur. Sie betreibt in Stuttgart das Robert-Bosch-Krankenhaus, das
Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für klinische Pharmakologie und das Institut für Geschichte der Medizin.

Von 1964 bis 2006 gab die Stiftung rund 790 Millionen Euro für die Förderung aus. Im Jahr 2006 wurden rund 55 Millionen Euro bewilligt.

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Stephanie Ferdinand
Pressereferentin
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