800.000 Euro zur besseren Integration junger Spätaussiedler
Stuttgart – 30. März 2007
Zehn Projekte aus 120 Bewerbungen werden in das Programm "LISA – Lokale Initiativen zur Integration junger Spätaussiedler in Ausbildung und Beruf" der Robert Bosch Stiftung aufgenommen. Sie erhalten in den nächsten zwei Jahren insgesamt 800.000 Euro. Die große Bewerberzahl von Netzwerken aus ganz Deutschland zeigt, wie wichtig die Integration von Spätaussiedlern in Deutschland bleibt und wie zahlreich sich zivilgesellschaftliche Akteure engagieren. Bei der zweiten Ausschreibung konnten sich erstmalig auch Kommunen mit mehr als 300.000 Einwohnern beteiligen.
Integration geschieht vorwiegend auf lokaler Ebene. Daher unterstützt die Robert Bosch Stiftung Vereine, Kommunen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen, Konzepte dort gemeinsam zu entwickeln und Ressourcen für die Integrationsarbeit bereitzustellen.
Im Zentrum der Förderung stehen Vorhaben, die jungen Spätaussiedlern praktische Hilfestellungen bei der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung geben – häufig ergänzt durch eine Sprachförderung. Sie sollen andere Integrationsnetzwerke zur Nachahmung motivieren. Eine besondere Qualität der Initiativen ist, dass sie das persönliche Lebensumfeld der jungen Spätaussiedler von Anfang an mit einbeziehen.
Gerne stellen wir den Kontakt zu den ausgewählten Netzwerken her.
Ausgewählte Initiativen 2007
- Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt e.V., Magdeburg: Zusammen sind wir aktiv!
- Kreis Nordfriesland, Sozialzentrum Leck: Wege in die Ausbildung für junge Spätaussiedler (Standorte Leck und Niebüll)
- Deutsche Jugend aus Russland e.V., Stuttgart: Hilfe auf Rädern: Imbisswagen als Juniorfirma und mobile Jugendberatung (Standort Königsbrunn)
- Fördergesellschaft der Handwerkskammer Freiburg, Lahr: Startklar für Ausbildung und Beruf (Standorte Lahr und Sulz)
- Internationaler Bund (IB), Osnabrück: Gemeinsam Perspektiven schaffen (Standort Samtgemeinde Bersenbrück)
- Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Stuttgart e.V.: Förderung der Chancengleichheit für junge Aussiedler und Neuzuwanderer im Übergang Schule – Beruf
- System-Data AG, Oranienburg: Neue Wege in den Beruf (Standorte: Hennigsdorf und Landkreis Oberhavel)
- Jugendförderverein Parchim/Lübz e.V., Parchim: Juniorfirma Werkstatt West
- Netzwerk Spätaussiedler, Schwäbisch Gmünd, Initiative Spätaussiedler: Berufsorientierung und Bewerbungsbegleitung in der Hauptschule
- Kreisvolkshochschule Aurich (KVHS), UNA: Unterstützungsnetzwerk für junge Aussiedler in Aurich
Der LISA-Jury gehörten an
- Prof. Dr. Michael Bommes, IMIS – Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien an der Universität Osnabrück
- Dr. Frank Braun, Deutsches Jugendinstitut e.V., München
- Anna Kyrieleis, Rundfunk Berlin-Brandenburg
- Karlheinz Lang, Thomas-Schweicker-Hauptschule Schwäbisch Hall
- Waltraud Meis, Arbeitskreis Aussiedler der Ev. Gemeinde Kaufbeuren
- Gari Pavkovic, Integrationsbeauftragter der Landeshauptstadt Stuttgart
- Dipl.-Ing. Hermann Röder, Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk, Düsseldorf
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