Karl-Dedecius-Preis an Martin Pollack und Tadeusz Zatorski
Stuttgart – 23. März 2007 – Der zum dritten Mal verliehene und mit 10.000 Euro dotierte Karl-Dedecius-Preis der Robert Bosch Stiftung für polnische und deutsche Übersetzer geht 2007 an Martin Pollack und Tadeusz Zatorski. Beide werden für herausragende Übersetzungen ausgezeichnet und für ihre Vermittlungsarbeit zwischen den Nachbarländern geehrt. Die Preisträger wurden von einer deutsch-polnischen Jury unter dem Ehrenvorsitz von Karl Dedecius vorgeschlagen. Der Preis wird abwechselnd in Deutschland und Polen verliehen. Die diesjährige Preisverleihung veranstaltet das Deutsche Polen-Institut am 1. Juni 2007 in Darmstadt.
Martin Pollack (geb.1944 in Bad Hall/Oberösterreich), studierte Slawistik und osteuropäische Geschichte in Wien. Von 1972 bis 1982 war er als geschäftsführender Redakteur bei der kulturpolitischen Monatszeitschrift Wiener Tagebuch, danach als freiberuflicher Journalist tätig. Von 1987 bis 1998 arbeitete er als Korrespondent des Spiegel in Wien und in Warschau. Seit 1998 ist er freier Autor und Übersetzer.
Tadeusz Zatorski (geb. 1960 in Bochnia) studierte Germanistik in Krakau und Berlin, arbeitete 1983 bis 2001 als Lektor für Deutsch an der Jagiellonen-Universität und an der Sporthochschule in Krakau. Seit 2001 ist er als freischaffender Übersetzer tätig. Er hat mehrere Bücher und Zeitschriftenbeiträge, u.a. von Georg Christoph Lichtenberg, Heinrich Heine, Heinrich Böll, Max Weber, Hans Küng und Eugen Drewermann sowie zahlreiche eigene Texte zu den genannten Autoren und zur deutschen Literatur und Kultur veröffentlicht.
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