Grenzgänger
Das Programm Grenzgänger fördert internationale Rechercheaufenthalte von Autoren, Filmemachern und Fotografen (m_w), die relevante gesellschaftliche Themen und Entwicklungen aufgreifen und sich differenziert mit anderen Ländern und Kulturen auseinandersetzen wollen. Ziel des Programms ist es, die Entstehung künstlerischer Werke zu unterstützen, die bestehende Stereotype durchbrechen und einem breiten Publikum neue Perspektiven auf die Vielfalt und Vielschichtigkeit anderer Gesellschaften öffnen.

Willkommen sind Bewerbungen von Newcomern sowie renommierten Autoren, Filmemachern und Fotografen gleichermaßen, die Informationen aus erster Hand sammeln, authentische Orte besuchen und in ihren Werken einen eigenen, neuen Blick wagen wollen. Das Genre der Werke kann von literarischer und essayistischer Prosa, Lyrik, Fototextbänden, Kinder- und Jugendliteratur über Drehbücher für Dokumentar- und Spielfilme bis zu Hörfunkbeiträgen und Multimedia-Produktionen reichen.

Grenzgänger ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung, das in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin durchgeführt wird.
 

Programmdetails

Unterstützt werden Recherchen für deutschsprachige Veröffentlichungen in folgenden Ländern Afrikas, Asiens und Europas:

Zielländer
Afrika
Ägypten
Algerien
Ghana
Kenia
Libyen
Marokko
Südafrika
Tunesien

Asien
Indien
Indonesien
Japan
Vietnam
Volksrepublik China inklusive Taiwan, Hong Kong und Macao

Europa & Zentralasien
Albanien
Armenien
Aserbaidschan
Belarus/Weißrussland
Bosnien-Herzegowina
Bulgarien
Estland
Georgien
Griechenland
Kasachstan
Kirgisistan
Kosovo
Kroatien
Lettland
Litauen
Mazedonien
Mongolei
Montenegro
Polen
Republik Moldau
Rumänien
Russische Föderation
Serbien
Slowakei
Slowenien
Tadschikistan
Tschechien
Türkei
Turkmenistan
Ukraine
Ungarn
Usbekistan
Außerdem haben Autoren, Filmemacher und Fotografen aus China die Möglichkeit, Förderungen für Recherchen in Deutschland zu erhalten:
Abhängig vom Reiseland kann eine Rechercheförderung von bis zu 14.000 Euro beantragt werden. Bewerbungen können jeweils zwischen dem 1. März und 30. April sowie zwischen dem 1. September und 31. Oktober über das Online-Bewerberportal der Robert Bosch Stiftung eingereicht werden. Eine unabhängige Jury wählt aus den eingehenden Bewerbungen Projekte zur Förderung aus. Die Entscheidung wird voraussichtlich jeweils Mitte Juli bzw. Ende Januar bekannt gegeben.

Im Anschluss an die Veröffentlichung der Grenzgänger-Werke können Fördermittel für die Präsentation dieser Werke auf öffentlichen Veranstaltungen beantragt werden. Anträge nimmt das Literarische Colloquium Berlin entgegen. Weitere Informationen zur Grenzgänger-Veranstaltungsförderung finden sich unter:

Bewerbung

Bewerben Sie sich mit Ihrem Rechercheprojekt bis zum 31. Oktober.

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Kontakt und Beratung

Literarisches Colloquium Berlin
Inga Niemann
Am Sandwerder 5
14109 Berlin
Telefon 030 816996-64

Kontakt in der Stiftung

Christian Strob
Telefon 0711 46084-683
Elisabeth van Gelder
Telefon 0711 46084-146
Julian Hermann
Telefon 0711 46084-187

Häufig gestellte Fragen:

Wer wird gefördert?
Gibt es eine Altersgrenze für Bewerber?
Es gibt keine Altersgrenze für Bewerber.

Sollte ich als Autor/Filmemacher oder Fotograf bereits etabliert sein?
Es ist nicht erforderlich, dass Bewerber bereits öffentliche Anerkennung gefunden haben. Das Programm ist gleichermaßen offen für junge Talente sowie etablierte Autoren, Filmemacher und Fotografen.

Muss ich deutscher Staatsbürger sein?
Die Nationalität spielt keine Rolle. Allerdings gilt die Förderung nur für deutschsprachige Veröffentlichungen.

Können sich mehrere Personen zusammen mit einem Projekt bewerben?
Das ist grundsätzlich möglich. Allerdings muss ein Projektleiter benannt werden, der gegenüber der Robert Bosch Stiftung Ansprechpartner und Verantwortlicher ist. In diesem Fall sollte nur ein Bewerbungsformular ausgefüllt werden. Lebensläufe und Angaben zu den anderen beteiligten Personen sollten beigefügt werden. Der Zuschuss zur Werkerstellung kann nur für eine Person beantragt werden.

Wie oft kann man sich bewerben?
Nach einer Ablehnung kann man jederzeit wieder einen neuen Versuch wagen.

Sind mehrfache Bewerbungen möglich?
Bewerber, die bereits eine Grenzgänger-Förderung erhalten haben, können sich gern nochmals bewerben, wenn die Recherchen für das erste Projekt abgeschlossen sind, d. h. der Recherchebericht und die Bestätigung über die verwendeten Mittel abgegeben wurden; Erstbewerbungen werden allerdings bevorzugt.
Was kann gefördert werden?
Gefördert werden Recherchen für Publikationen in den Sparten literarische und essayistische Prosa, Fototextbände, Kinder- und Jugendliteratur, Drehbücher für Dokumentar- und Spielfilm, Hörfunkbeiträge sowie Multimedia-Produktionen. Nicht gefördert werden fachwissenschaftliche Veröffentlichungen, Zeitungsartikel, Theaterprojekte, Reiseführer, Sammelbände, Übersetzungsprojekte, Verlags- und Produktionskosten, allgemeine Arbeitsmittel, Bürokosten und Infrastrukturmaßnahmen.

Kann ich durch eine Grenzgänger-Förderung mein Projekt komplett finanzieren?
Die Grenzgänger-Rechercheförderung ist als Zuschuss angelegt. Es können Rechercheförderungen bis maximal 14.000 € beantragt werden. Zu den Details des Förderzuschusses siehe FAQ Finanzierungsplan.

Gibt es für die Durchführung der Recherche oder für die Publikation einen festen Zeitrahmen?
Die Dauer der Recherche und der angestrebte Publikationstermin werden vom Bewerber im Bewerbungsformular selbst festgelegt. Bezuschusst werden allerdings nicht mehr als 31 Recherche-Reisetage.

Zur Interessenserklärung
Welche Art der Veröffentlichung ist Voraussetzung für eine Bewerbung?
Die Förderung ist an ein Publikationsvorhaben gebunden, das in Form eines Buchs, Films, Hörfunkbeitrags, oder einer Multimedia-Produktion veröffentlicht und verbreitet wird.

Gilt auch eine Interessenserklärung von „Books on Demand“ oder eine Verpflichtung zum Selbstverlag als ausreichende Voraussetzung für eine Bewerbung?
Es muss eine Interessenserklärung von einem Verlags, Sender, einer Agentur, Produktionsfirma, oder renommierten Nachrichtenplattform vorliegen, um eine tatsächliche Veröffentlichung der Ergebnisse weitestgehend zu gewährleisten. Die Publikation soll ein möglichst breites Publikum erreichen, darum legen wir Wert auf einen Verlag mit eigenem Vertrieb.
Zum Exposé
Wie lang soll das Exposé sein?
Das Exposé sollte so lang wie notwendig und so kurz wie möglich sein. Eine Länge von drei bis zehn Seiten ist ausreichend.

Was soll das Exposé beinhalten?
Das Exposé sollte in prägnanter Form Auskunft über Inhalte, Stil und Zielgruppe des Projekts geben. Es sollte deutlich machen, inwiefern sich das Projekt für die Förderung durch das Grenzgänger-Programm eignet.

Zum Finanzierungsplan
Wie berechnet sich die Grenzgänger-Rechercheförderung?
Beantragt werden können:
  1. Ein Zuschuss zu den Reisekosten für die An-, Weiter- und Rückreise in das Zielland/ die Zielländer in Höhe von maximal 2.400 €;
  2. Ein Zuschuss zu Übernachtungskosten und Verpflegungsmehraufwendungen für max. 31 Tage, die auf der Grundlage der vom Bundesfinanzministerium festgelegten Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten im Ausland berechnet werden;
  3. Ein Zuschuss zur Werkerstellung für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Recherchereise in Höhe von 1.200 € pro Monat für insgesamt max. 3 Monate.

Muss ich Angaben zu Eigenmitteln und Drittmitteln machen?
Die Angaben zur Förderung durch Dritte und der Nachweis von Eigenmitteln wirken sich positiv auf die Beurteilung des Antrags aus. Unter Eigenmitteln sollte man Kosten angeben, die praktisch entstehen würden, aber durch eigene finanzielle Mittel, technische Ausstattung, Räume, Büromittel, u.a. gedeckt werden können.

Drittmittel kommen von weiteren Geldgebern neben dem Antragsteller und der Robert Bosch Stiftung. Die Gewinnung weiterer Geldgeber ist willkommen. Wenn der Anteil von Drittmitteln oder Eigenmitteln zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht feststeht, sollten entsprechende Bemühungen in der Bewerbung angegeben werden.