Lehrer im Team – Qualitätsentwicklung an der Schule
In den Jahren 2003 bis 2008 nahmen zwölf ausgewählte Schulen der Länder Bremen und Mecklenburg-Vorpommern am Programm „Lehrer im Team – Qualitätsentwicklung an der Schule“ teil. Das Förderungsprogramm wurde von der Robert Bosch Stiftung, den Kultusministerien der beteiligten Länder sowie (in der Startphase) dem Unternehmerverband Bremen gefördert.
Ziel des Programms war es, die Qualität des Unterrichts in den zwölf Projekt-schulen durch den Aufbau einer wirksamen Zusammenarbeit im Kollegium zu verbessern. Dazu gehörten Maßnahmen wie die Umstellung der Schulorganisation auf Jahrgangsteams, Team-Teaching in jahrgangsübergreifenden Klassen, die Intensivierung der Kooperation von Sozialpädagogen und Lehrern im Ganztagsschulbetrieb oder die Stärkung der Zusammenarbeit in den Fachbereichen.
Die Projektschulen wurden dafür auf vier unterschiedlichen Systemebenen parallel unterstützt: auf den Ebenen der Schulleitung, der Steuergruppe, des Kollegiums und der Einzelkollegen. Die Schulleiter beispielsweise schlossen sich zu zwei bundeslandspezifischen Arbeitsgruppen zusammen, um unter externer Moderation die kritischen Punkte des Entwicklungsprozesses an ihren jeweiligen Schulen zu reflektieren. Sie besuchten sich gegenseitig in ihren Schulen und spiegelten ihre Eindrücke zurück.
Das Kollegium der beteiligten Schulen konnte im Zuge des Programms unter Anleitung von Beratern schulinterne Fortbildungstagungen planen und durchführen. Außerdem konnten Lehrer aus den beteiligten Schulen an Fortbildungen in Form von Werksstätten teilnehmen. Die Werkstätten befassten sich mit den Themen kooperatives Lernen, kollegiale Unterrichtsreflexion, verständnisintensives Lernen, Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung sowie jahrgangsübergreifender Unterricht.
Jede der Projektschulen wählte zu Beginn des Programms eine Hospitationsschule aus. An den Hospitationsschulen konnten die Projektschulen bei gegenseitigen Besuchen und beim Erfahrungsaustausch an erfolgreichen Praxismodellen studieren, wie sie sich entwickeln könnten und welche Hindernisse auf dem Weg zu einer „Teamschule“ zu überwinden wären. In den letzten zwei Jahren des Förderungsprogramms begleitete jede der geförderten Projektschulen eine „Partnerschule“ in ihrer Region, um ihre Erfahrungen weiterzugeben.
Das Programm wurde evaluiert. Das „Deutsche Institut für internationale pädagogische Forschung“ (DIPF, Frankfurt) hat in einer Startevaluation im Sommer 2003 und einer Schlussevaluation im Frühjahr 2008 mit Hilfe des Instruments der „Pädagogischen EntwicklungsBilanz“ (PEB) die Kollegien sowie Stichprobenklassen befragt. Darüber hinaus wurde durch die „Forschungswerkstatt Schule und LehrerInnenbildung“ der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Prof. Dr. Fichten) im Frühjahr 2008 eine Prozessevaluation des Projektverlaufs durchgeführt.
Otto Seydel Institut
für Schulentwicklung
Dr. Otto Seydel
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